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Vatikanische Museen

Die Vatikanischen Museen, von Papst Julius II im 16. Jahrhundert gegründet, stellen die Sammlung von Kunstwerken dar, die im Laufe der Jahrhunderte vom Pontifex erworben wurden.
Die Sixtinische Kapelle, Meisterwerk des Genies Michelangelo, ist das Herzstück des Museums und Mariä Himmelfahrt geweiht. Erbaut in der Zeit zwischen 1475 und 1481, also in der Epoche des Papst Sixtus IV, dem es seinen Namen verdankt. Es ist dies der Ort, an dem die Konklave sowie andere offizielle Zerimonien des Papstes (in der Vergangenheit auch einige Papstkrönungen) stattfinden.
Die Fresken des Michelangelo Buonarroti, welche die Kuppel und Wand über dem Altar bedecken, zeugen von der künstlerischen Sensibilität und Unruhe dieses Meister.

Das jüngste Gericht, eines der bemekenswertesten Darstellungen der Parusie, kennzeichnet gleichzeitig das Ende einer Epoche: dem starken und sicheren Menschen des Humanismus und der frühen Rennaissance begegnet nun eine chaotische und angsterfüllende Vision ohne jegliche Sicherheiten. Dies spiegelt den Aufbruch und die Unsicherheiten der neuen Epoche wider.
Die Wände der Kapelle weisen eine Reihe von Fresken der berühmtesten italienischen Künstler der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf (Sandro Botticelli, Pietro Perugino, Pinturicchio, Domenico Ghirlandaio, Luca Signorelli, Piero di Cosimo). Die Stanzen des Raffael sind vier aufeinanderfolgende Säle, die so genannt werden, weil sie vom bekannten Maler aus Urbino und seinen Schülern gestaltet wurden.

Die Schule von Athen in der Stanza della Segnatura stellt auf allegorische Weise die unterschiedliche Sichtweise des Platon und Aristoteles dar.
Platon hält den Timaios und hebt den Finger, um auf den Sphärenhimmel über ihm zu zeigen und auf seine Philosophie hinzuweisen, die sich auf die Ideenlehre stützt während Aristoteles seine Ethik in der Hand hält und den rechten Arm mit geschlossener Faust ausstreckt, um damit Richtung Erde zu zeigen. Damit weist er auf seine deduktive Methode hin, die ihre Grundlage im Studium der Natur und des Konkreten findet.